Elektromobilität in Rödermark und die Blamage für einen grünen Bürgermeister

Die Überschrift ist gewagt, aber leider wahr. Die Bundesnetzagentur hat heute die offizielle Ladesäulenkarte für Deutschland veröffentlicht.

Ein Trauerspiel wenn man bedenkt das Elektroautos als Zukunft für Deutschland auserkoren wurden. Sind es denn nicht gerade die Grünen gewesen die für Öko und Umwelt stehen? Wo bitte ist unser Bürgermeister Kern wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht?

Natürlich ist das Thema für mich persönlich sehr aktuell. Zwar benötige ich in Rödermark keine Ladesäule weil ich mir eine Stromleitung zum Tiefgaragenplatz gelegt habe. Allerdings könnte man hier Rödermark zu einer Vorzeigestadt entwickeln. Das Thema Elektroautos wird immer aktueller. Ich erwarte von meiner Stadt und meinem Bürgermeister das sie, wenn sie sich schon gegen Gewerbe und für die Natur ( grüne Schneise ) so vehement einsetzen, dies auch auf ganzer Linie konsequent tun und nicht nur halbherzig wie bisher. Auch darf ein Argument wie „im ganzen Kreis Offenbach gibt es doch nichts“ nicht zählen. Gerade hier ist das Thema des CDU Bürgermeister Wahlkampfes aktueller denn je. „Rödermark kann mehr“. Außer Sprüche höre ich von der CDU nichts. Vor 3 Monaten noch vor der Bahnschranke posieren und nun staubt das Papier ein. Wir wissen ja was mit Beschlüssen und ihrer Umsetzung passiert. Beim Thema Umsetzung fällt mir spontan das Ortseingangsschild ein.

Ich fordere die A/L auf hier schleunigst eine Ladestation bzw. 3-4 Parkplätze mit einer Multistation errichten zu lassen. Der Antrag kann leider nicht von der SPD gestellt werden da er ja bekanntermaßen kategorisch abgelehnt wird. Daher muss ihn die CDU oder die A/L stellen. Der perfekte Platz wäre direkt neben dem Kaufland.

Da ich unsere politischen Fachkräfte in Rödermark kenne, wird daraus nichts werden. Die Realität und die Uhr läuft in Rödermark halt etwas langsamer.

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3 Antworten auf „Elektromobilität in Rödermark und die Blamage für einen grünen Bürgermeister“

  1. Zur Diskussion um Elektromobilität in Rödermark möchte ich einen Aspekt hinzufügen: Als das Klimaschutzkonzept der Stadt Rödermark 2012 erarbeitet wurde, wurden 6 Arbeitsgruppen zu einzelnen Themengebieten gegründet. Ich war Mitglied in der zentralen Arbeitsgruppe „Bewusstsein schaffen“, in der u.a. auch Bürgermeister Kern mitgearbeitet hat. Ein Thema war die Vorbildfunktion der Hauptamtlichen. Schon damals habe ich gefordert, die Stadt müsse beim Thema Elektromobilität voran gehen, ein E-Auto als Dienstwagen anschaffen und an den Rathäusern für die Ladeinfrastruktur sorgen. Wenn der Bürgermeister zu Jubiläen, Vereinsfesten und anderen öffentlichen Terminen erkennbar mit einem E-Auto vorfährt, wird darüber gesprochen, er wird nach seinen Erfahrungen gefragtund manch anderer wird sich motiviert sehen, ebenfalls auf E-Mobilität umzusteigen. Außerdem erhalten die Hauptamtlichen dadurch Erfahrungen mit den Tücken der fehlenden öffentlichen Infrastruktur, was wiederum dazu führen wird, dass nun diesem Thema eine höhere Priorität zukommt. Diesen Argumenten wurde auf breiter Basis zugestimmt, der Punkt ins Klimaschutzkonzept der Stadt Rödermark aufgenommen.
    Es war zwar ein erster Schritt, dass dem Magistrat 2016 probeweise ein E-Fahrzeug zur Verfügung gestellt wird, aber leider ist es auch heute – 5 Jahre nach der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes – noch so, dass der Bürgermeister mit seinem charakteristischen , nicht gerade verbrauchsarmen Amerikanischen Privatwagen zu seinen öffentlichen Terminen fährt und damit eben kein Vorbild in Sachen Klimaschutz ist.

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